Viele von uns kennen Professor Takashi Hashimoto. Ein Experte für Grimms Märchen und ein großer Unterstützer vieler Programme für den Wiederaufbau in Tohoku. Nicht nur das. Beim Gespräch im Shinkansen nach Niigata im Frühjahr meinte er, es wäre doch schön, angesichts der politischen japanisch-koreanischen Verstimmungen, wenn Koreaner und Japaner gemeinsam die in Japan so beliebte „Daiku“ – Beethovens Neunte – sängen. Immerhin, heiße es dort ja: „Alle Menschen werden Brüder…“ Ja, und im nächsten jahr jähre sich ja Beethovens Geburtstag zum 250. Mal. Wie passend!

Ich war nach Niigata zufällig in Seoul und traf dort Nanse Gum, den berühmten koreanischen Dirigenten. Bald gab es einen direkten Draht zwischen Professor Hashimoto und Herrn Gum. Und nun schrieb mir gerade Professor Hashimoto:

„Vor einer Woche haben wir endlich mit Maestro Gum und seinem lieben Sohn in einem wunderschönen Restaurant auf der Ginza gesprochen. 

Der Maestro und sein Sohn sind beide sehr nett und freundlich. Wir haben uns miteinander stundenlang unterhalten. Zum Schluss sind wir dazu gekommen, dass wir unbedingt für das nächste Jahr zusammen den 250. Geburtstag von Beethoven feiern wollen. Mein Traum ist es, dass das Konzert in Seoul, Tokyo und Berlin stattfindet. Aber es könnte außerdem an den Orten in Tohoku stattfinden, die 2011 in eine große Katastrophe gestürzt worden sind.“

Wäre das nicht schön? Schön ist es jedenfalls, Menschen zu haben, die ideenreich und zupackend zugleich sind, wie Takashi Hashimoto.

Ihr Volker Stanzel





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