am 14. und 15. Dezember im Japanischen Kulturinstitut (JKI) in Köln

Gruppenbild der Teilnehmenden der Veranstaltung „Japan erleben“

Wie kann man mit Austauschprogrammen Japan erleben? Wie gelingt ein generationenübergreifender Austausch? Und wie wollen wir unsere Zusammenarbeit künftig nachhaltig gestalten? Darüber haben sich im Dezember in Köln über 100 Gäste des Verbands Deutsch-Japanischer Gesellschaften (VDJG) und des Studienwerks für Deutsch-Japanischen Kulturaustausch intensiv ausgetauscht (Programm).

VDJG-Präsident Dr. Volker Stanzel nahm in seiner Begrüßung Bezug auf die im Frühjahr in Kanazawa verabschiede­te Resolution. „Vielfalt – Vernetzung – Nachhaltigkeit: so verstehen wir den Sinn, Inhalt und die künftigen Aufga­ben der deutsch-japanischen sowie der japanisch-deutschen Gesellschaften.“ Mit der Veranstaltung „Japan erleben“ bot der Verband seinen Mitgliedsgesellschaften und weiteren Japan-Interessenten eine ganz konkrete Gelegenheit zu Information und Austausch. Die Organisation erfolgte in Kooperation mit dem Studienwerk für Deutsch-Japanischen Kulturaustausch in NRW, das gemeinsam mit dem Studienfonds Düsseldorf – Japan alljährlich etwa vierwöchige Japanaufenthalte für Nachwuchskräfte organisiert, die neben einer Studienreise auch Hospitationen in einem Unternehmen oder einer Institution umfassen.

Butō-inspiriertes Solo zu „music for something something“: Antonia Stäcker (Tanz) und Lukas Schäfer (Musik)

Im Rahmen eines bunten Abendprogramms präsentierten die diesjährigen Studienwerk-Stipendiaten – darunter ein Tischler, ein angehender Philosoph, eine Wasserstoff-Expertin, ein Einzelhandelskaufmann, ein Zugliebhaber und eine Startup-Förderin – zunächst bildreich die Erlebnisse aus ihren Praktika. Weitere Ehemalige des Studienwerks performten eindrucksvoll Butō-inspirierten Tanz zu selbst komponierter Musik, Shamisen und Gesang.

Shamisen-Spiel mit Gesang: Tobias Winnen

Die Teilnehmer konnten außerdem die Vertreter eines Gymnasiums aus Meerbusch, Auszubildende der Stadt Köln, Studierende der Technischen Hochschule Köln und der Universität Kyoto sowie einen ehemaligen Stipendiaten der Japan Society for the Promotion of Science (Mitglied des JSPS-Clubs) begrüßen, die abwechslungsreich und lebhaft von ihren deutsch-japanischen Erfahrungen und Eindrücken berichteten. Die Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft (DJJG) stellte das von ihnen organisierte „Hallo Japan / Hallo Deutsch­land“-Programm vor, und der Organisator der von Animexx flankierten Connichi erklärte uns, weshalb die Japanbegeisterung von Convention-Besuchern weit über Anime und Manga hinausgeht.

Im Gespräch: Michael Drewing, Dr. Ruprecht Vondran, Dr. Volker Stanzel, Diana Schnelle, Amir Mohsenpour, Dr. Julia Münch (v.l.n.r.)

Wir schlossen den offiziellen Teil des Abends mit einem Podiumsgespräch zur Bedeutung und Realisierung eines generationenübergreifenden Austausches und der Einladung zu einem Engagement in den Deutsch-Japanischen Gesellschaften. „In den lokalen wie auch in den überregionalen Gesellschaften findet ihr Gleichgesinnte, mit denen ihr den deutsch-japanischen Austausch so gestalten könnt, wie ihr ihn haben möchtet“, so VDJG-Vorstandsmitglied Daniel Beiter. Bis in die frühen Morgenstunden kamen viele der Teilnehmer danach noch bei Sushi und Glühwein oder Kölsch noch weiter miteinander ins Gespräch.

Rege Diskussion beim Kreativkolloquium

Das Kreativkolloquium am nächsten Tag stand unter dem Motto „Nur wer mitmacht, kann mitbestimmen: Planungstreffen, Barcamps & Co. – Deutsch-japanische Aktivitäten partizipativ und generationenübergreifend gestalten“. Neben konkreten Ideen für eine funktionierende Zusammenarbeit der einzelnen Gesellschaften erarbeiteten wir Diskussionsthemen für die nächste Jahrestagung des Verbandes.

Herzlicher Dank gilt unserem Gastgeber, dem Japanischen Kulturinstitut, dem Japanischen Generalkonsulat, der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Köln (DJG), der Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft (DJJG), dem Studienfonds Düsseldorf – Japan und dem Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis (DJW) für die gute Kooperation und allen Beitragenden und ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

Es stellt für uns eine Ehre dar, dass der Generalkonsul Japans in Düsseldorf, Masato Iso, der Veranstaltung am ersten Tag bis ganz zum Schluss beiwohnte. Ausdrücklich begrüßte er die Initiative: „Auslandsaufenthalte bieten besonders in der Jugendzeit vorzügliche Gelegenheiten, neu gewonnene Erfahrungen später beruflich umzusetzen. […] Wir würden uns sehr freuen, wenn junge Menschen in Deutschland sich auch über Teilnehmerprogramme hinaus mit dem Thema ‚Japan‘ befassen und miteinander eine Verbundenheit mit diesem Land aufbauen würden. Vor diesem Hintergrund begrüße ich es sehr, dass unser heutiges Treffen eine generationenübergreifende Plattform bietet, um über unterschiedliche Japanerfahrungen zu berichten und diese untereinander auszutauschen.“

„Eine Weiterentwicklung des Formats ist auf jeden Fall geplant“, so darauf die Initiatorin der Veranstaltung, Dr. Julia Münch, Studienwerk-Präsidentin und VDJG-Vorstandsmitglied: „Unser Verband soll als eine vielfältig nutzbare Plattform verstanden werden, über die Japan-Freunde mit den unterschiedlichsten Hintergründen zusammen­finden können. Alle am deutsch-japanischen Austausch Interessierten laden wir herzlich zur Partizipation ein.“

Kontakt: info@vdjg.de | info@japan-studienwerk.de





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