Jugend aktiv beteiligen und deutsch-japanische Zusammenarbeit 2.0: Ergebnisse des ersten Kreativ-Kolloquiums

Die Idee zu einem internen „Kreativkolloquium“ zwischen den traditionellen Jahrestagungen war im Rahmen des letzten Jugendgesprächskreises bei der Verbandstagung in Lüneburg entstanden. Es sollte den Gesellschaften außerhalb der Jahrestagungen Gelegenheit zum persönlichen Austausch zu aktuellen Themen geben. Gleichzeitig schien es sinnvoll, sich auf die Partnerschaftskonferenz anlässlich des 30-jährigen Jubiläums unseres japanischen Schwesterverbands, zu der die JDG Ishikawa für den 20. bis 22. Mai eingeladen hat, frühzeitig inhaltlich vorzubereiten.

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Bei einem ersten Kreativ-Kolloquium kamen im November 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedener Mitgliedsgesellschaften und Generationen in Düsseldorf zusammen. Anhand von Leitfragen, die an die geplante Agenda der Kanazawa-Konferenz angelehnt waren, beschäftigten sie sich vor allem mit den Fragen, wie die Gesellschaften vor allem junge Menschen besser erreichen und einbeziehen können, und wie die Zusammenarbeit der Gesellschaften untereinander gestärkt werden kann.

Kernergebnisse

Zahlreiche Themenfelder bieten großes Potenzial für deutsch-japanischen Austausch, wobei traditionell/historische wie auch moderne/popkulturelle Aspekte auf Interesse im jeweiligen Partnerland stoßen – auch bei jungen Menschen. Um nun mehr – vor allem junge – Menschen für ihre Aktivitäten zu gewinnen, sollten die Gesellschaften Schnittmengen zwischen ihren eigenen und den für die Zielgruppe wichtigen Themen zu definieren, einen „gemeinsamen Nenner“. Zudem müssen die Gesellschaften stärker auf die Zielgruppen zugehen, vor allem bei „Conventions“ und anderen Treffen von (jungen) Menschen, die sich fürs Partnerland interessieren; auch der Weg über einschlägige Internetplattformen bietet sich hier an. Zentral ist jedoch in jedem Fall eine direkte Ansprache auf Augenhöhe – und das Angebot einer niederschwelligen Beteiligung. Einige Gesellschaften machen bereits vor, dass es sich hier lohnen kann, Beteiligungsmöglichkeiten und Gestaltungsräume auch für Nicht-Mitglieder und so eine deutsch-japanische Gemeinschaft zu schaffen, bei der die Gesellschaft einen tragenden und unterstützenden Kern darstellt. In dieser niederschwelligen Zusammenarbeit gerade mit jungen Menschen lohnt sich der Einsatz digitaler Werkzeuge.

Internet-Plattform zur besseren Zusammenarbeit der DJGen und JDGen

Auch in der Zusammenarbeit der DJGen untereinander und mit den JDGen sollten die Möglichkeiten des Internets genutzt werden. Eine Sammlung von gelungenen Projekten  inklusive einer Möglichkeit zum Austausch darüber könnte zur Inspiration für die Arbeit anderer Gesellschaften dienen. Teil so eines Online-Angebots könnte zudem eine Projektbörse sein, bei der die DJGen und JDGen nach Partnern für ihre Projektvorhaben suchen können.

Der VDJG-Vorstand hat sich zur Aufgabe gemacht, einen ersten Schritt zu machen eine solche Plattform einzurichten. Dazu folgen alsbald weitere Informationen.

 

(Fotos: Daniel Beiter)