Der VDJG: Ein Dach für die deutsch-japanischen Beziehungen

 

Geschichte

Der Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften (VDJG) besteht seit 1964. Seine Mitglieder sind gemeinnützige Vereine oder Untergruppierungen solcher Vereine mit insgesamt über 7.000 Mitgliedern in Deutschland. Der Verband steht in der Tradition der bereits 1890 von japanischen und deutschen Studenten in Berlin gegründeten ‚Wa-doku-kai‘, der ersten Gesellschaft, in der sich Japaner und Deutsche zu gemeinsamen Aktivitäten zusammengeschlossen haben. Daraus entwickelte sich später (1929) die DJG Berlin, die im Laufe der Zeit 15 Zweigstellen im Gebiet des Deutschen Reiches eröffnete. In der neuen föderalen Struktur der Bundesrepublik entstanden in den 50er und 60er Jahren durch Neugründung selbstständige Gesellschaften. In der DDR gab es die „Freundschaftsgesellschaft DDR-Japan“ im Rahmen der Liga für Völkerfreundschaft.

 

Zusammensetzung

Mittlerweile sind es etwa 50 Deutsch-Japanische Gesellschaften, die sich unter dem Dach des VDJG zusammengefunden haben. Sie finden sich in den meisten Großstädten, aber auch in einer Reihe von kleineren Gemeinden und Regionen Deutschlands. In ihrer Struktur und der Ausrichtung ihrer Interessen sind sie sehr unterschiedlich.

Aber sie haben ein gemeinsames Ziel: zur kulturellen Verständigung unserer Völker beizutragen. Durch persönliche Begegnungen mit Japanern, aber auch durch ihre Veranstaltungen, wollen sie ihren deutschen Mitgliedern die Gelegenheit geben, Japan und die Japaner, ihre Kultur, ihre Denkweise, ihr Land, seine Sitten und Gebräuche besser zu verstehen, als dies durch Nutzung der allgemein zugänglichen Medien, im Rahmen von gelegentlichen Auslandsreisen oder durch Zufallskontakte möglich ist. Zugleich wollen sie es japanischen Besuchern und den unter uns lebenden Japanern erleichtern, ein möglichst wirklichkeitsnahes, facettenreiches Bild ihres Gastlands Deutschland zu gewinnen.

„Kultur“ ist bei alldem im weiten Sinn auszulegen. Sie umfasst alles, was der Mensch  hervorbringt, was er schafft und gestaltet.

 

Ziele und Aufgaben des Verbandes

Der VDJG bietet dazu in der Regel keine eigenen Programme an, sondern unterstützt seine Mitgliedgesellschaften in der Wahrnehmung der von ihnen selbst gesetzten Aufgaben.

Darüber hinaus ist er für solche Themen zuständig, die von seinen Mitgliedern in ihrem jeweiligen Einzugsbereich nicht hinreichend wahrgenommen werden können, da sie von allgemeiner ortsübergreifender Bedeutung sind. In diesem Sinn setzt er sich besonders dafür ein, dass der deutsch-japanische Austausch in Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und in anderen Bereichen das notwendige öffentliche Interesse und eine angemessene Förderung findet.

Fokus unserer Arbeit ist entsprechend Begegnung zu schaffen, Freundschaft zu beginnen oder zu leben. Das ist nicht nur ein Kernanliegen jeder Gesellschaft, sondern auch des VDJG.

 

Ein Schwerpunkt: Jugend

Viele DJGen machen Angebote, mit denen sie besonders jungen Leuten solche Begegnungen ermöglichen – allen voran die Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft (DJJG), die überregional tätig ist.

Zur Förderung aller Aktivitäten, die in dieser Richtung liegen, steht dem VDJG eine eigene Stiftung zur Verfügung, die jährlich etwa 40.000 € ausschütten kann.

 

Weitere Aufgaben des Verbandes

Der VDJG bemüht sich, private Förderer und Sponsoren für die genannten Aufgaben zu gewinnen. Er setzt sich für eine objektive Medienberichterstattung ein und leistet auf diese Weise einen Beitrag, Kenntnisse über beide Partnerländer zu vertiefen, ein besseres Verständnis füreinander zu begründen und Vorurteilen entgegenzuwirken oder abzubauen. Er pflegt enge Beziehungen zu den auf Deutschland ausgerichteten Freundschaftsgesellschaften in Japan.

 

Es gibt also eine Arbeitsteilung:

Über die Mitgliedsgesellschaften soll es so viele Aktivitäten vor Ort wie möglich geben. Die Aufgaben des Verbandes liegen in den Feldern, die nur gemeinsam (oder deutlich besser gemeinsam) wahrgenommen werden können.

 

Noch Fragen?

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